Es glockt so schön im Dom…

Vor 60 Jahren, also im Jahr 1956, wurde der schöne St. Paulusdom in Münster feierlich wiedereröffnet. Im Bombenhagel des Zweiten Weltkrieges ist er zerstört worden, wie fast die gesamte Innenstadt. Von St. Lamberti aus blicke ich jeden Abend (außer dienstags) über dieses unglaubliche, wiederauferstandene Münster, im Westen liegt hinter den Giebelhäusern der Dom.

Paulusdom durch das Maßwerk von St. Lamberti

St. Paulusdom, Blick von St. Lamberti gen Westen. Foto: Martje Saljé

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Kinder, kommt runter, Lambertus ist munter!

Das Patronatsfest des Heiligen Lambertus (etwa 635-705), Bischof von Lüttich, findet jedes Jahr um seinen Märtyrer-Todestag herum statt (17. September).
In Münster wurde allerdings so heftig gefeiert und über die Stränge geschlagen, dass das Aufstellen der grüngeschmückten Pyramiden und Lichterkränze sowie das Singen unanständiger Lieder Mitte des 19. Jahrhunderts mehrfach verboten worden ist…

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Denk mal!

Plakat Denkmaltag 2016

Foto © Deutsche Stiftung Denkmalschutz, Bonn

Am 10. September wird der Tag des offenen Denkmals (11. September) eingeläutet – letztes Jahr durch Führungen zu den Glocken der Ludgerikirche (mein Bericht: klick!), dieses Jahr geht es zu den Glocken der St. Lambertikirche – für mich natürlich das persönliche Highlight – die Führungen durch die Glockensachverständigen Michael Gerding und Claus Peters sind allerdings innerhalb kürzester Zeit ausgebucht gewesen… Weiterlesen

Turmstuben-Bücher September 2016

In diesem Monat studiere ich ein sehr altes und ein neueres Buch auf dem Turm.

…das sehr alte Buch:

Die Turmuhren mit Einschluß der sogenannten Kunstuhren. Praktisches Handbuch für Großuhrenmacher“, herausgegeben von Curt Dietzschold, Direktor der k.k. Uhrmacherschule zu Karlstein, Nieder-Österreich. Mit einem Atlas von 12 Foliotafeln. Bernhard Friedrich Voigt Verlag, Weimar 1894

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…das neuere Buch:

Stille Winkel in Münster und im Münsterland“, von Rudolf Großkopff. Ellert & Richter Verlag 2013

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Annette’s Sturmglocke

Gerade finden auf Burg Hülshoff, dem Geburtsort unserer größten Dichterin, die Droste-Tage statt. Das nehme ich zum Anlass, ein bisschen zu berichten aus ihrem Leben. Mehr zu den Veranstaltungen: Droste-Tage (Klick!).

Als Türmerin von Münster auf St. Lamberti interessierte mich eine Frage im Zusammenhang mit der elterlichen Burg von Annette von Droste Hülshoff ganz besonders: Wer hat eigentlich die Sturmglocke im Dachreiter der Burg Hülshoff gegossen? Weil wahrscheinlich der selbe Gießer auch eine der Glocken auf St. Lamberti gegossen hat, so hatte ich es irgendwo gehört… Weiterlesen

Nuss und Tee – ein besonderes Gipfel-, ähm, Turmtreffen!

Dieser Besuch ist gleich in mannigfaltiger Form ein ganz besonderer und beginnt mit meiner Frage:

Ich: Wann warst Du das letzte Mal auf dem Turm? – Sie: Im Jahr 1979.

Mein Gast an diesem Abend: Dorothea Linnenbrink. Zwei Stände mit Nüssen, Trockenfrüchten und Glücksklang auf unserem Wochenmarkt, die Nuss-Galerie, der Nuss-Blog und ein eigener Online-Shop, das alles ist ihr Werk, gemeinsam mit ihrem Mann Jalalledin Eshaghi hat sie eine einzigartig charmante Form der Völkerverständigung erfunden, die sie beide Brückenschlagen nennen.

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Feurio! Türmen für Fortgeschrittene

„Türmerin entdeckt Feuer“ schlagzeilte die Zeitung und berichtete, einer Pressemeldung der Feuerwehr Münster folgend, wie ich am Montag, 11. Juli 2016, eine Qualmentwicklung genau beobachtete und den Kollegen meldete, die sich daraufhin aufmachten, um unsere Stadt zu retten – selbstverständlich erfolgreich.
Diesen Anlass möchte ich nutzen, um einen kleinen Exkurs ins Türmerische zu starten… Weiterlesen

„Mafuuk“ und die wundersame Geschichte der zwei Meldehörner

Im Juli 2016 sind die Turmstubenbücher noch im Urlaub – dafür gibt es hier eine gleichermaßen wundersame wie wahre Geschichte:

Leonhard Jansen, seines Zeichens Brandmelder der Freiwilligen Feuerwehr Klinkum, rief die Löschmannschaften mithilfe eines Meldehorns zu den Einsätzen. Wir befinden uns zu Beginn dieser Geschichte am Anfang des 20. Jahrhunderts. Es gab sogar zwei Meldehörner, eines war trichterförmig, das andere gewunden wie ein amerikanisches Bugle. Diese Hörner waren so laut, dass sie sogar moderne Vuvuzelas mit Leichtigkeit rückwärts an die Wand tuten könnten. Weiterlesen