Annette’s Sturmglocke

Gerade finden auf Burg Hülshoff, dem Geburtsort unserer größten Dichterin, die Droste-Tage statt. Das nehme ich zum Anlass, ein bisschen zu berichten aus ihrem Leben. Mehr zu den Veranstaltungen: Droste-Tage (Klick!).

Als Türmerin von Münster auf St. Lamberti interessierte mich eine Frage im Zusammenhang mit der elterlichen Burg von Annette von Droste Hülshoff ganz besonders: Wer hat eigentlich die Sturmglocke im Dachreiter der Burg Hülshoff gegossen? Weil wahrscheinlich der selbe Gießer auch eine der Glocken auf St. Lamberti gegossen hat, so hatte ich es irgendwo gehört… Weiterlesen

Nuss und Tee – ein besonderes Gipfel-, ähm, Turmtreffen!

Dieser Besuch ist gleich in mannigfaltiger Form ein ganz besonderer und beginnt mit meiner Frage:

Ich: Wann warst Du das letzte Mal auf dem Turm? – Sie: Im Jahr 1979.

Mein Gast an diesem Abend: Dorothea Linnenbrink. Zwei Stände mit Nüssen, Trockenfrüchten und Glücksklang auf unserem Wochenmarkt, die Nuss-Galerie, der Nuss-Blog und ein eigener Online-Shop, das alles ist ihr Werk, gemeinsam mit ihrem Mann Jalalledin Eshaghi hat sie eine einzigartig charmante Form der Völkerverständigung erfunden, die sie beide Brückenschlagen nennen.

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Feurio! Türmen für Fortgeschrittene

„Türmerin entdeckt Feuer“ schlagzeilte die Zeitung und berichtete, einer Pressemeldung der Feuerwehr Münster folgend, wie ich am Montag, 11. Juli 2016, eine Qualmentwicklung genau beobachtete und den Kollegen meldete, die sich daraufhin aufmachten, um unsere Stadt zu retten – selbstverständlich erfolgreich.
Diesen Anlass möchte ich nutzen, um einen kleinen Exkurs ins Türmerische zu starten… Weiterlesen

„Mafuuk“ und die wundersame Geschichte der zwei Meldehörner

Im Juli 2016 sind die Turmstubenbücher noch im Urlaub – dafür gibt es hier eine gleichermaßen wundersame wie wahre Geschichte:

Leonhard Jansen, seines Zeichens Brandmelder der Freiwilligen Feuerwehr Klinkum, rief die Löschmannschaften mithilfe eines Meldehorns zu den Einsätzen. Wir befinden uns zu Beginn dieser Geschichte am Anfang des 20. Jahrhunderts. Es gab sogar zwei Meldehörner, eines war trichterförmig, das andere gewunden wie ein amerikanisches Bugle. Diese Hörner waren so laut, dass sie sogar moderne Vuvuzelas mit Leichtigkeit rückwärts an die Wand tuten könnten. Weiterlesen

Ich will dir folgen, wohin Du auch gehst.

Ich will dir folgen, wohin Du auch gehst“ (Lukas 9,57) – das ist das Leitwort zur Großen Prozession am Sonntag, 3. Juli 2016. Auf der Homepage des St. Paulus Doms heißt es:

„Um 10.30 Uhr ist Statio in der Stadt- und Marktkirche St. Lamberti, anschließend formiert sich die Prozession. Um 11.30 Uhr feiert Bischof Felix das Pontifikalamt im Dom. (…)
Das hoch verehrte, im Dom aufbewahrte, so genannte „Pestkreuz“ wird der Prozession vorangetragen.“

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Turmwärter, Käfige, Glocke – Zeugen vergangener Zeiten

„Von dem alten Turm hat man nur drei Einrichtungen auf den neuen hinübergerettet: den Turmwärter (…), und die drei Käfige der Wiedertäufer (…). Der dritte Zeuge aus vergangenen Zeiten ist die Brand- oder Ratsglocke mit dem „Wappen des Rades tho Munster“ und der Umschrift ‚Vocor horribilis tempore periculi cives convocans. Anno Domini MDXCIIII‚ (1594). Mit ihrer Hilfe wurde früher bei Bränden die Bürgerschaft zusammengerufen. Sie wird heute bei der Wahl des Oberbürgermeisters und der Stadtverordneten geläutet. Das stolze Bauwerk der Lambertikirche trägt den Beinamen ‚Bürgerdom‘, im Gegensatz zu dem Dom der Geistlichkeit auf dem einst lindenbestandenen Domplatz.“

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Turmstubenbücher Juni 2016

Der Plan des Monats Juni: Zwei sicherlich tolle Bücher, und zwar:

Paul Auster – Mond über Manhattan

und

Nuruddin Farah – Jenes andere Leben

Meine Turmstubenbücher wechseln ständig den Ort und den Namen; diese, die aktuell oben sind, heißen Turmstubenbücher, und jene, die durchgelesen wieder heile nach unten gelangten, heißen Turmstubenbücher a. D.

Mittlerweile stapeln sie sich recht hübsch – jedenfalls die in meinem Besitz befindlichen, ein Teil hat sein Zuhause ja auch in der Stadtbücherei – und ich liebe Text-Passagen mit Büchern oder Bücherfreund*innen, interessant sind aber auch Bücherhasser*innen oder Bücherignorant*innen. Die Großmutter eines meiner besten Freunde sagte einmal jenen merkwürdigen Satz: „Bücher? Das sind doch bloß Staubfänger!“.

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Lupenreine Turmplauderei

Das war eine ganz besondere Interview-Situation: André Pabst alias Sprachlupe stellte mir Fragen – und zwischendurch fragte ich ihn, sozusagen ein Cross-Interview!

Wer ist André Pabst alias Sprachlupe? Ein ehemaliger Münsteraner, den die Arbeit u.a. als Dozent für deutsche Sprache in die schöne Hansestadt Hamburg geführt hat. Aber als Hamburger würde der Mann hinter dem Blog Sprachlupe sich nicht bezeichnen, obgleich er schon seit 2005 dort oben weilt und ein paar seiner Wörter schon recht hamburgisch angeschliffen klingen. Er ist und bleibt Münsteraner und ist bei jedem Besuch bei der Familie froh, seine alte Heimat wiederzusehen.

In seinem Blog geht es um das „Heute, Gestern und Morgen der deutschen Sprache.“

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