Sportlich, sportlich, Herr Schuhmann!

Am 24. März 1946 starb Carl Schuhmann im Alter von 77 Jahren.

Carl Schuhmann war ein gelernter Goldschmied – aber auch: der erste deutsche Olympia-Sieger. Geboren wurde er am 12. Mai 1869 in Münster; seine Eltern zogen mit ihm allerdings schon früh nach Köln, wo der Vater Kaserneninspektor war.

Ob der kleine Carl in Münster wohl mal den Türmer auf dem St. Lambertikirchturm tuten gehört hat? Z.B. 1878 (Carl war 9 Jahre alt), da wurde Joseph Buschkötter Türmer, er war derjenige, der den Neubau des Lambertiturms miterlebt hatte (und seine Ur-Enkelin lebt heute in Münster-Kinderhaus)… oder war Carl zu dem Zeitpunkt schon in Köln und hat die Domglocken gehört? Der „Dicke Pitter“ (die größte schwingende Glocke der Welt) im Kölner Dom ist jedenfalls erst nach dem I. Weltkrieg aus Thüringen gekommen…


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Das Midwinterhoorn – eine entfernte Verwandte des Türmerhorns

Im östlichen Teil der Niederlande, im Gebiet von Twente, wird noch die schöne alte Tradition des Midwinterhoorn-Blasens gepflegt.

In the eastern part of the Netherlands, territory of Twente, here and there people still keep alive the old custom of blowing the midwinter horn.

In Twente wordt nog steeds geblazen op de midwinterhoorn, een levende traditie.


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Turmstuben-Bastelei

Statt Bücherlesen gibt’s im Dezember Basteleien in der Türmerstube!
Thema: Der Herrnhuter Stern

Die Herrnhuter Sterne werden seit 1897 in der Oberlausitz von Hand gefertigt!

Sie sind der Ursprung aller Weihnachtssterne… Erfunden von der Herrnhuter Brüdergemein(d)e – ohne „d“ stimmt’s, mehr dazu gleich…, genauer: Vermutlich von einem der dortigen Internats-Erzieher, eventuell ein Mathematiklehrer, zur Vermittlung der Geometrie erfunden und gebaut. Die Kinder sind – so erzählt man sich – zum einen begeistert, dass Mathematik so schön sein kann, und außerdem hilft Basteln gegen Heimweh…, und so basteln sie fleißig seit dem 19. Jahrhundert an jedem 1. Adventssonntag die heute so berühmten Sterne und begründen damit eine Tradition… blog_bild_herrnhuter-stern

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Turmstubenbücher November 2016

Nach einem sprachlichen und religionsgeschichtlichen Ausflug ins Amerikanische gibt es jetzt wieder einen deutschen Beitrag – es ist wieder Zeit für die monatliche Bekanntgabe meiner Turmstubenbücher! Und zwar:

1.) Catharina Junk: Auf Null, Rowohlt Kindler, Reinbek bei Hamburg 2016

2.) M. Révész-Alexander: Der Turm als Symbol und Erlebnis, Martinus Nijhoff, Den Haag 1953

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Glockenspielerei

Kürzlich, bei der Feierstunde für den scheidenden Glockenspieler Manfred Schneider, sagte
Oberbürgermeister Markus Lewe, er selber verbinde ein spezielles Heimatgefühl nicht allein mit Orten oder Gebäuden, sondern ebenso stark mit bestimmten Sinneswahrnehmungen wie z.B. dem Hören – in Münster seien besonders die Kirchenglocken genannt, und auch die kleinen Geschwister, die Glockenspiele.

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Turmstubenbücher Oktober 2016

Zwei in diesem Jahr erschienene Werke mit unmittelbarem Turm- und Münster-Bezug sind im Oktober mein Lese-Ziel: 

Pia Leicht: Die Kiepenkerlbande und der verschwundene Türmer, Westfälische Reihe, Münster 2016
und
Henning Stoffers: Münster zurückgeblättert, Band 2, münstermitte medienverlag, Münster 2016
(für mehr Infos bitte auf den jeweiligen Titel klicken) Weiterlesen

Nuss und Tee – ein besonderes Gipfel-, ähm, Turmtreffen!

Dieser Besuch ist gleich in mannigfaltiger Form ein ganz besonderer und beginnt mit meiner Frage:

Ich: Wann warst Du das letzte Mal auf dem Turm? – Sie: Im Jahr 1979.

Mein Gast an diesem Abend: Dorothea Linnenbrink. Zwei Stände mit Nüssen, Trockenfrüchten und Glücksklang auf unserem Wochenmarkt, die Nuss-Galerie, der Nuss-Blog und ein eigener Online-Shop, das alles ist ihr Werk, gemeinsam mit ihrem Mann Jalalledin Eshaghi hat sie eine einzigartig charmante Form der Völkerverständigung erfunden, die sie beide Brückenschlagen nennen.

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