Turmstubenbücher Juli 2017

Zunächst der irritierendste Juli-Moment ever:

Beim Stadtfest Münster mittendrin gaukelte ein Schild vor, hinter der Türmer-Tür befände sich eine Wald-Capelle. Oder was bedeutet „WC“ …? #Lügenschild 

Nun denn, wohlan – im Juli füge ich also meinen Turmstubenbüchern zwei tolle Münsterbücher hinzu:

Ein Buch über den Hauptbahnhof – passend zur Eröffnung des hellen, sauberen, großen, niegelnagelneuen Hauptbahnhofs der Westfalenmetropole Münster; und ein Buch über schöne, nachdenkenswerte und auch tragische zwischenmenschliche Begegnungen eines Münsteraners!


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Von Bränden und Pfeifern

Anlässlich der Kleinen Brandprozession wurden die Rathaus- und die Stadtfahne gehisst.

Die Kleine Brandprozession ist nicht zu verwechseln mit der Großen Prozession; letztere bezieht sich auf die Pest- (1382) und Brand-(1383)Katastrophen, bei der auch Münsters Turmwächter auf St. Lamberti vermutlich zum ersten Mal schriftlich erwähnt worden sind.

Der Anlass der Kleinen Brandprozession dagegen findet sich im 18. Jahrhundert:

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Turmstubenbücher Juni 2017

Liebe Leser*innen dieser Zeilen „direkt vom turm gebloggt“,

am Anfang jedes Monats entscheide ich mich für 2 oder mehr Bücher, die in allgemeinem oder spezifischem Bezug zu Türmen, zu Türmer(inne)n und/oder zu Münster stehen. Mein Ziel ist es, diese Werke innerhalb des laufenden Monats genau zu studieren und wieder ein bisschen schlauer zu werden.

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Turmstubenbücher Mai 2017 – plus Veranstaltungstipp!

Der Wonnemonat Mai hat begonnen und ich nehme mir vor, zwei Bücher genau zu studieren, bis der Juni anbricht.

Und zwar:

  1. Till Lenecke: Münster – ein illustrierter Spaziergang. Deutscher Architektur Verlag, 2016

  2. Jon Fosse: Denne uforklarlege stille / Diese unerklärliche Stille. Verlag Josef Kleinheinrich, 2016

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Franz Essink. Eine Münstergeschichte!

Eine kleine Umfrage unter Freund*innen und Bekannten:

Was verbindet ihr mit dem Namen Franz Essink?“

-Ja… schon mal irgendwo gehört.

-Die Franz-Essink-Straße am Niedersachsenring.

-War das nicht eine erfundene Figur von Professor Landois?

Mein höchst subjektiver Münster-Kalender sagt mir also am 25. April: Geburtstag von Franz Essink. Ich gehe davon aus, dass es sich um eine reale Person handelt – ein Blick ins MünsterWiki (klick!) bestätigt das Geburtstdatum 25.4.1801, auch ein Todesdatum gibt es: 31.12.1871.

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Sportlich, sportlich, Herr Schuhmann!

Am 24. März 1946 starb Carl Schuhmann im Alter von 77 Jahren.

Carl Schuhmann war ein gelernter Goldschmied – aber auch: der erste deutsche Olympia-Sieger. Geboren wurde er am 12. Mai 1869 in Münster; seine Eltern zogen mit ihm allerdings schon früh nach Köln, wo der Vater Kaserneninspektor war.

Ob der kleine Carl in Münster wohl mal den Türmer auf dem St. Lambertikirchturm tuten gehört hat? Z.B. 1878 (Carl war 9 Jahre alt), da wurde Joseph Buschkötter Türmer, er war derjenige, der den Neubau des Lambertiturms miterlebt hatte (und seine Ur-Enkelin lebt heute in Münster-Kinderhaus)… oder war Carl zu dem Zeitpunkt schon in Köln und hat die Domglocken gehört? Der „Dicke Pitter“ (die größte schwingende Glocke der Welt) im Kölner Dom ist jedenfalls erst nach dem I. Weltkrieg aus Thüringen gekommen…


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