Advent, Advent – eine Zeitreise mit Turmblick

Sie ist wieder da, die Adventszeit. Auf dem Turm von St. Lamberti ist die Türmerstube mit selbstgebastelten Sternen und anderem Schmuck ausgestattet. Ob das meine Vorgänger auch so gemacht haben?
Mein Blick gleitet über den Lichterschmuck allüberall da draußen in der Stadt, es sieht festlich aus, schön und friedlich wartet alles auf den Heiligen Abend und die Weihnachtstage. Was haben meine Vorgänger gesehen in den vergangenen Jahrhunderten, wenn sie wie ich heute „am hohen Balkone“ standen? Ich fange an zu recherchieren, wie die Adventszeit im Münsterland im 19. und 20. Jahrhundert gewesen ist, damit ich mir vorstellen kann, was die Türmer mit ihren Familien vielleicht erlebt haben, bevor sie täglich ihre Dienstzeit antreten mussten… Weiterlesen

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Volkstrauertag

Volkstrauertag, zwei Sonntage vor dem Ersten Advent, seit 1952, ein sogenannter stiller Tag.
Zum Gedenken an die Kriegstoten und Gewaltherrschaftsopfer aller Nationen.

Auch im Jahr 2017 ein Thema, das nicht im reinen Gedenken an ferne Zeiten, sondern durch Kriege und Gewalt leider aktuell und präsent ist in unserer Welt und Gegenwart. 

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Du meine Stadt, mein Münster

Münster ist gleichermaßen reich an Traditionen wie an musischer Kreativität – und hier folgt ein kleiner thematisch passender Gruß, bevor die Türmerin ihren Kurz-Urlaub antritt und der wichtigste Mann im Hintergrund, der Vertretungstürmer, das Horn übernimmt:

Du meine Stadt, mein Münster, du singst dir selbst dein Lied!

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Dieses tu, Jenes lass – Türmer-Knigge!

Kein Alkoholkonsum, kein Privatbesuch von Unbefugten, kein offenes Feuer auf dem Turm – so weit, so klar. Doch was galt und gilt es sonst zu beachten? Ein Blick in die Geschichte:

Am 27. November 1770 erläßt Fürstbischof Maximilian Friedrich die „Feuer- und Brand-Lösch-Ordnung“, in der ebenfalls Direktiven für den Türmer enthalten sind. So schreibt ihm z.B. der Paragraph 26 vor: Weiterlesen

Roland Mehring, der Philosoph unter den Lamberti-Türmern

Gottfried Schäfers schreibt in „Münsters Originale. Die sich selbst ein Denkmal setzten“, Fahle Verlag, Münster 1983 (S. 102 ff.):

Seit dem 1. Oktober 1960 ist Roland Mehring der Türmer von Münster, sozusagen der Philosoph auf diesem Posten. Er grübelt dort oben über die großen Weltreligionen und beschäftigt sich mit der Astronomie. Alle paar Jahre macht er einen längeren Urlaub. Bisher zog es ihn nach Indien. Die Turmstube ist angefüllt mit einigen Büchern, einem Stuhl, einem kleinen Tisch, einer alten Couch; an der Wand hängt die Totenmaske seines Vaters.

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Turmstuben-Bücher September 2017

Die Turmstuben-Bücher des Monats September sind wieder ein Strauß Buntes mit Münster-Relevanz, St. Lamberti kommt in allen drei aktuellen Büchern vor – vielleicht weckt das eine oder andere ja auch euer Interesse:

  1. Antje Roggenkamp (Hrsg.): Reformatorische Stationen: Münster und „Umgebung“. Reale und virtuelle Streifzüge.

  2. Jürgen Schmitter: Der zweifache Exodus des Heinrich Krechting aus Schöppingen im Münsterland zu Beginn der Reformation

  3. Steffanie Reimann: Münster Guide. Die schönsten Ecken der Westfalenmetropole (E-Book)

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Türmerin zu Gast in … Wittenberg! Mein Best-Of

Bei jeder türmerischen Reise werden sofort Vergleiche angestellt: Was sieht man? Was gibt es? Was ist los? Was hat Münster auch? Oder was haben wir nicht? – Fragen über Fragen!

Eines steht fest: Die Wittenberg-Reise war grandios – was einerseits am weltbesten Reisebegleiter liegt, und darüberhinaus natürlich an der sehr gastfreundlichen Stadt und ihrer Geschichte; sogar eine richtige Türmerin gab es in Wittenberg! Und das ist schließlich immer eine gute Sache 🙂


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