Karneval in Münster – Kuriose Einblicke

Karneval in Münster – das bedeutet für mich: eine Gelegenheit zur sozialgeschichtlichen Forschung 🙂

Prinz Ingo I.

Prinz Ingo I. samt Garde – Tradition trifft Tradition auf dem St. Lambertikirchturm

Ich tauche ein in alte Ansichten, Bilder, Postkarten und Dokumente vergangener Tage. Einen kleinen Einblick in die spannenden Erkenntnisse möchte ich hier mit euch teilen.

In Münster werden vielerlei Traditionen liebevoll gepflegt und wertschätzend geachtet. Der Karneval gehört selbstverständlich zu Münster, viele begeisterte und begeisternde Menschen leben hier diese besondere Art des Brauchtums mit großer Leidenschaft. Das Klischee des sturen Westfalen ist zumindest in der närrischen Zeit ein reines Märchen 😉

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Turmstubenbücher Oktober 2016

Zwei in diesem Jahr erschienene Werke mit unmittelbarem Turm- und Münster-Bezug sind im Oktober mein Lese-Ziel: 

Pia Leicht: Die Kiepenkerlbande und der verschwundene Türmer, Westfälische Reihe, Münster 2016
und
Henning Stoffers: Münster zurückgeblättert, Band 2, münstermitte medienverlag, Münster 2016
(für mehr Infos bitte auf den jeweiligen Titel klicken) Weiterlesen

Ich will dir folgen, wohin Du auch gehst.

Ich will dir folgen, wohin Du auch gehst“ (Lukas 9,57) – das ist das Leitwort zur Großen Prozession am Sonntag, 3. Juli 2016. Auf der Homepage des St. Paulus Doms heißt es:

„Um 10.30 Uhr ist Statio in der Stadt- und Marktkirche St. Lamberti, anschließend formiert sich die Prozession. Um 11.30 Uhr feiert Bischof Felix das Pontifikalamt im Dom. (…)
Das hoch verehrte, im Dom aufbewahrte, so genannte „Pestkreuz“ wird der Prozession vorangetragen.“

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Schatz geborgen! Im Handschriftenlesesaal wohnt das Glück…

Die Netzwerkerei birgt immer wieder freudige Überraschungen: Mich erreichte der Tipp, dass eine Sammlung eines gewissen Johannes RÖDIGER aus Münster, seines Zeichens in Erscheinung getreten als „Königlicher Hof-Maurermeister“, „Feuer-Societäts-Commissar“ und „Gerichts- und Feuersoz.-Taxator“, in den Katakomben der ULB (Universitäts- und Landesbibliothek Münster) schlummerte und nur auf mich wartete.

Und tatsächlich: Das Schlagwort „St. Lamberti“ kam in der Beschreibung der besagten Sammlung vor, und diese Recherche versprach, ergiebig zu sein…

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Turmstuben-Bücher Januar 2016

Ein Frohes Neues Jahr voller Bücher und Zeit für die schönen Dinge im Leben – und ab und zu  Gelegenheit, die Welt aus Turmperspektive zu sehen (und sei es nur in Gedanken)! Das wünsche ich den geneigten Leser*innen.
Und ehe man sich’s versieht, ist das Jahr 2016 auch schon wieder ein paar Tage alt…

Höchste Zeit, meine mitgebrachten Bücher hier kurz vorzustellen – die drei Bücher, die in diesem ersten Monat in der Turmstube genau betrachtet werden, sind folgende:

1. Henning Stoffers: Münster zurückgeblättert. münstermitte medienverlag, Münster 2016

2. Matthias Nawrat: Die vielen Tode unseres Opas Jurek. Rowohlt, Reinbek bei Hamburg 2015

3. Karl Ernst Knodt: Von Sehnsucht, Schönheit, Wahrheit. Fritz Eckardt Verlag, Leipzig 1907 (antiquarisch erhältlich)

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Die Glocken von St. Lamberti (7)

Der 7. Teil ist der vorletzte dieses kleinen Glocken-Specials und dreht sich um die „Clemens August Graf von Galen-Glocke„. Das Beitragsbild entstammt der Seite des Bistums Münster http://www.kirchensite.de

Doch zuvor ein sehr interessanter Nachtrag:

Die Glocke auf Burg Hülshoff ist ebenfalls von Heinrich (Henricus) Caesem, welcher die  Große Katharinenglocke für St. Lamberti gegossen hat!

Diese Information gab mir freundlicherweise die Stiftung Annette von Droste zu Hülshoff. Ich hoffe, die Sturmglocke der Annette von Droste Hülshoff demnächst einmal selbst sehen zu können (und werde ggf. in diesem Blog darüber berichten).

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Graf Boni und seine Burg

Wenn das Wetter zwischendurch mal wieder schön ist, sind Radtouren im Münsterland sehr beliebt (bei Vielen auch dann, wenn das Wetter nicht so schön ist), und am allerschönsten sind Touren, auf denen man etwas entdecken kann, sich auf Spurensuche begeben, und an deren Höhepunkt ein Etappen-Ziel stehen kann (eine Einkehr zum Käffchen zum Beispiel).

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Johannes Brahms in Münster!

Neulich bei der Recherche im Stadtarchiv… Ein zufälliges Fundstück auf Mikrofilm – der von mir sehr geliebte Johannes Brahms war tatsächlich 1881 zu Gast in Münster!
Der alte Turm von St. Lamberti stand zu diesem Zeitpunkt noch, neigte sich aber bedenklich gen Westen, und es wurde im Stadtrat und der Kirche heiß diskutiert, wie man mit dem offensichtlich baufälligen Turm umgehen sollte; im selben Jahr entschied man sich für den Abbruch und Neuaufbau.
Ob Brahms wohl bei seinem Besuch in Münster den damaligen Türmer Joseph Buschkötter gehört haben mag? (Das Titelbild dieses Beitrages stammt von der Website klassika.info)

Alte Zeitungsartikel sind allein schon deshalb interessant, weil der Schreibstil und die Form uns heute so fern und fremd erscheinen, gleichzeitig nehmen sie mich genau dadurch geradezu gefangen.

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