Sendhistorie(n)

Es ist wieder Sommersend in Münster! Die Aufbauarbeiten auf dem Schlossplatz – auch des wundervollen Riesenrads – habe ich vom Turm verfolgen können:

Send

Schloss, Dom, Riesenrad!

Was wohl meine Vorgänger vom Turme aus gesehen und empfunden haben, als der Send noch auf dem Domplatz, also viel näher, stattfand?

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Mittwinternacht – Thomasnacht

Von Thurmhütern, Grutbier und rauen Nächten… zieht euch warm an!

Der 21. Dezember ist der kürzeste Tag des Jahres, und die folgende Nacht ist die längste des Jahres – im Volksmunde Thomasnacht genannt, nach dem zweifelnden „ungläubigen“ Apostel Thomas, der die Auferstehung Jesu Christi nicht glauben konnte bevor er nicht selbst die Wunden berührt hätte… Als das geschah, verkündete Thomas das Evangelium und zog als Missionar nach Asien; heute wird er besonders in Indien verehrt.


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Turmstuben-Bücher April 2016

Zwei Bücher sind im April meine Turmstuben-Begleiter:

Marc Augé – Lob des Fahrrads. Mit Zeichnungen von Philip Waechter. Aus dem Französischen von Michael Bischoff. Erschienen bei C.H.Beck am 09.03.2016

und

Hugo von Hofmannsthal: Der Turm. Ein Trauerspiel in fünf Aufzügen. Verlag der Bremer Presse, München 1925online ist der gesamte Text lesbar auf den Seiten von Zeno.org (Klick!)

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Unfug, Unflat und Unbefugte – Kuriosa auf St. Lamberti

Die historischen Aufzeichnungen und Berichte aus Tagen, die keiner von uns miterlebt hat, geben doch immer wieder Anlass zum Staunen und Schmunzeln…

Wer hätte z.B. gedacht, dass Türmer verwarnt und bestraft worden sind, wenn sie ihr angetrautes Weibe und das Kleinkind in der Wiege mit in die Türmerstube nahmen und dann noch eine Kerze angezündet hatten?

So geschehen laut Strafprotokoll im Jahre des Herrn 1602 in Münster, Westfalen!

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Hoher Besuch, Teil III

Zittau! So fern und doch so nah!
Zittau liegt im süd-östlichsten Zipfel Sachsens –
Polen und Tschechien sind direkte Nachbarn.

So weit weg uns auf den ersten Blick das sächsische Zittau in der Oberlausitz auch erscheinen mag, es gibt tatsächlich einige Gemeinsamkeiten mit unserer westfälischen und speziell münsterländischen Heimat. Den Besuch des neuen Zittauer Türmers nehme ich zum Anlass, ein paar Schlaglichter auf einige interessante Fakten zu werfen:

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Turmstuben-Bücher Januar 2016

Ein Frohes Neues Jahr voller Bücher und Zeit für die schönen Dinge im Leben – und ab und zu  Gelegenheit, die Welt aus Turmperspektive zu sehen (und sei es nur in Gedanken)! Das wünsche ich den geneigten Leser*innen.
Und ehe man sich’s versieht, ist das Jahr 2016 auch schon wieder ein paar Tage alt…

Höchste Zeit, meine mitgebrachten Bücher hier kurz vorzustellen – die drei Bücher, die in diesem ersten Monat in der Turmstube genau betrachtet werden, sind folgende:

1. Henning Stoffers: Münster zurückgeblättert. münstermitte medienverlag, Münster 2016

2. Matthias Nawrat: Die vielen Tode unseres Opas Jurek. Rowohlt, Reinbek bei Hamburg 2015

3. Karl Ernst Knodt: Von Sehnsucht, Schönheit, Wahrheit. Fritz Eckardt Verlag, Leipzig 1907 (antiquarisch erhältlich)

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Turmstuben-Bücher Mai 2015

Der Mai steht im Zeichen der unbekannteren literarischen Turmwächter.

Außer der Reihe aus aktuellen Gründen:
Daniela Danz: „Türmer“, Wallstein Verlag, Göttingen 2006 – im ersten Teil geht es um einen Jungen, der in einen Turm einzieht, weil sein Vater Türmer geworden ist. Die Autorin ist Kunsthistorikerin und Germanistin, hat auch sehr schöne Gedichte veröffentlicht, alles sehr zu empfehlen – am 8.5.2015 ist sie im Rahmen des LYRIKERTREFFENS in Münster zu Gast!

Diese weiteren drei Werke sollen im Laufe des Monats Mai betrachtet werden:

  1. Konrad Fleck: Flore und Blancheflur (Digitalisat)

  2. Marie (Maria Amanda) Gerner: Beim Turmwächter. Eine Erzählung für Jung und Alt.

  3. Fritz Lehner: Der Schneeflockenforscher.

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Kiepenkerl

Bei der Recherche über interessante Münsteraner Persönlichkeiten mit Bezug zu „meiner“ Lambertikirche bin ich auf den 2001 verstorbenen Bäckermeister, Kommunalpolitiker und Traditionsliebhaber Heinrich Morthorst gestoßen, der Vielen als DER Kiepenkerl ein Begriff sein wird.

Die 2003 erschienene Biographie über Heinrich Morthorst von Dr. Günther Mees (ehemaliger Chefredakteur der Bistumszeitung Kirche+Leben) ist ein außergewöhnliches literarisches Denkmal für einen außergewöhnlichen Menschen.

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Wohnen auf Türmen

Der Turm von Lamberti ist allabendlich wie ein Zuhause
Die Zeit in der Turmesspitze wie eine Atempause

Die Türmer von St. Lamberti zu Münster „bewohnten“ den Turm immer nur zeitweilig, eben zu ihrer Dienstzeit. Wenn sie keine Wacht hielten, hatten sie eine ganz normale Behausung – so wie heute auch. Allerdings gibt es auch zahlreiche Beispiele vom Wohnen auf Türmen. Weiterlesen