Die Erinnerung bleibt

Kurz vor Weihnachten 2013 gab es in den Westfälischen Nachrichten einen schönen Abschiedsartikel für Wolfram Schulze, meinen Vorgänger, der zum Jahresende in Rente ging. Darin beschreibt er noch mal seinen Dienst als Türmer, was sich alles verändert hat mit den Jahren, und auch der unvergleichliche Ausblick wird mehrfach erwähnt – während der Advents- und Weihnachtszeit ist es auch wirklich magisch:

Lichtermarkt

Lichtermarkt St. Lamberti

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Türmerin zu Gast in … Gräfenhainichen! (Tour des Tours)

Kurze (unglaubliche, aber wahre) Vorgeschichte: Vor einiger Zeit stellten der Küster der Münsteraner Liebfrauen-Überwasserkirche, Markus Offer, und ich fest, seine und meine Oma stammen beide aus Gräfenhainichen, GHC.

Das ist ein weiteres Indiz, das meine These von Münster als dem Mittelpunkt der Welt bestätigt – denn hier treffen sich immer wieder Menschen, die anderenfalls vielleicht nie erfahren hätten, was sie verbindet… und so reifte in mir der Entschluss, mich auf Spurensuche meiner Familie in Mitteldeutschland zu begeben. Natürlich inklusive Turmbesichtigungen, wo möglich, und Münster-Vergleichen – eine weitere Etappe der Tour des Tours! Weiterlesen

Joseph – ein marxistischer Revolutionär aus Münster!

Das Institut für westfälische Regionalgeschichte
des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL)
in Kooperation mit der
Rechtsanwaltskanzlei „Meisterernst – Düsing – Manstetten“
lädt am 2. Februar 2018 dazu ein,
einen marxistischen Revolutionär aus Münster kennenzulernen:
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Turmstubenbücher Januar 2018

Neues Jahr, neues Glück, neuer Lesestoff!

Sehr geschätzte Leser*innen des offiziellen Turmblogs aus Münster, für eine kurze Erklärung der Reihe „Turmstubenbücher“, klickt ihr HIER! (es öffnet sich eine neue Seite)
 Im Januar 2018 nun also folgende Werke:

1.) Alfons Huckebrink, Leichter gesagt. 101 neue Kürzestgeschichten. sonderpunkt Verlag, Münster 2016 (direkt zum Verlag: Klick!)

2.) Barbara Rommé (Hrsg.), Aloys Röhr. Bildhauer und Grafiker aus Münster. Ausstellungskatalog des Stadtmuseums Münster, 2009 (Link zur Liste aller Publikationen und Ausstellungen auf dem Stadtmuseum-Blog: Klick!) Weiterlesen

„Herr sorge dafür, daß wir alle in den Himmel kommen, aber nicht sofort…“ – Ein Fake-Gebet?

Im „Komischen Volkskalender“ des Jahres 1854 verfasste der Publizist und Satiriker Georg Adolph Glasbrenner einen „Neujahrswunsch“.

Auf 29 Jahre später datiert (1883) ist ein „Neujahrsgebet“ des Münsteraner Pfarrers, Stadtdechanten von St. Lamberti und späteren Pästlichen Hausprälaten Hermann Josef Kappen.

Beide ähneln sich frappant…

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10 Dinge, die Türmer*innen an Weihnachten machen:

  1. …in der Kirche innehalten – Krippe gucken!

  2. …rhythmisches Stufensteigen – Step Aerobic!

  3. …über die weihnachtlich geschmückte Stadt schauen – kein Feuer, kein Feind?

  4. …lauthals „O du fröhliche“ schmettern – und auf Antwort lauschen (Nachtwächter, Euer Part)!

  5. …den späten Passant*innen zuwinken – eine feierliche, friedliche Nacht gewünscht!

  6. …mitgebrachten Kinderpunsch trinken – Finger weg vom Alkohol auf dem Turme!

  7. …norwegische Märchen lesen – z.B. vom Kätzchen, das in Wirklichkeit ein Bär war*!

  8. …an vergangene Höhen und Tiefen denken – frei nach Heidegger**: Sind wir nicht alle Türmer? In jedem Leben geht es doch auf und ab…!

  9. …an die Türmer*innen in anderen Städten denken – wie verbringt ihr Weihnachten***? 

  10. …ein besonders feierliches Mitternachts-Signal – jetzt schnell nach Hause und hoffen, dass vom Essen noch etwas übrig blieb!


* Das Märchen heißt „Kjetta på Dovre“ (Das Kätzchen auf dem Dovrefjell) und geht auf die „Gebrüder Grimm des Nordens“ zurück, Asbjørnsen und Moe: man kann die Geschichte auf Norsk und auf Deutsch online lesen (Norwegenservice, Klick!)

** Diese Erkenntnis findet sich in: Martin Heidegger, Feldweggespräche (1944/45), Gesamtausgabe 77, herausgegeben von Ingrid Schüssler, Vittorio Klostermann Verlag 2007 (Klick!)

*** In Nördlingen z.B. feiert man Weihnachten als Türmer traditionsgemäß mit der dreifarbigen Glückskatze Frau Wendelstein: Artikel der Augsburger Allgemeinen Zeitung, Klick!


Fotos: stylishhdwallpapers.com – my-hd-wallpapers.de – hdhintergrundbilder.com – eigene Comic-Art-Postkarte mit Bronze-Engel in der Türmerstube


…übrigens: es sind genau 300 Stufen zum Glück: NRWTourismus-Kampagne #neuentdecken
-> die ganze Geschichte: Klick!

Advent, Advent – eine Zeitreise mit Turmblick

Sie ist wieder da, die Adventszeit. Auf dem Turm von St. Lamberti ist die Türmerstube mit selbstgebastelten Sternen und anderem Schmuck ausgestattet. Ob das meine Vorgänger auch so gemacht haben?
Mein Blick gleitet über den Lichterschmuck allüberall da draußen in der Stadt, es sieht festlich aus, schön und friedlich wartet alles auf den Heiligen Abend und die Weihnachtstage. Was haben meine Vorgänger gesehen in den vergangenen Jahrhunderten, wenn sie wie ich heute „am hohen Balkone“ standen? Ich fange an zu recherchieren, wie die Adventszeit im Münsterland im 19. und 20. Jahrhundert gewesen ist, damit ich mir vorstellen kann, was die Türmer mit ihren Familien vielleicht erlebt haben, bevor sie täglich ihre Dienstzeit antreten mussten… Weiterlesen

Turmstuben-Bücher Dezember 2017

Advents-Zeit in der Türmerstube. Der Kranz aus Stroh hängt am roten Bande, die Lichterkette hängt vorm Fensterchen, der papierene Schmuck hat seinen Platz gefunden, der Herrnhuter Stern ist auch bereit.

Ich kuschel mich besinnlich vor den imaginären Kamin in die reale Lammfelldecke und lese:

Jörg Hartmann:
Wilsberg. Um Kopf und Kragen.
Carlsen Verlag, 2017

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Der Jenaer Fenstersturz – ein Dichter und das Weltenende

Am 22. November 1805 stürzt sich ein hochbegabter und gefeierter, gleichermaßen aber offenbar tieftrauriger junger Mann aus Münster aus einem Fenster in der fernen Stadt Jena.

Wer war dieser Mann? Warum verließ er Münster, welche Verbindungen hatte er hier? Welche Spuren hinterließ er? Weiterlesen