Ch-ch-changes

Während ich diese Zeilen schreibe, läuft eine Kassette (ja – eine Kassette, ein Mix-Tape sogar, ein Relikt aus der Zeit kurz nach dem Kartoffel-Krieg!) mit Songs des kürzlich verstorbenen David Bowie. Und bei „Changes“ sprudeln meine Gedanken geradezu über. In Kurzschrift-Hieroglyphen, die nur Türmer*innen verstehen, schreibe ich mit links so viele der flüchtigen Gedanken auf und tippe sie anschließend mit 7-8 Fingern beider Hände in das mobile Dienstendgerät von der Obstfirma.

das mobile Dienstendgerät von der Obstfirma

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Tute-Horn

Hörner in verschiedenen Zusammenhängen, oder: Ein Horn kommt selten allein

Wenn ich auf dem Turm von St. Lamberti stehe und mein Zeitsignal tute, antwortet mir manches Mal der Kollege Nachtwächter zum Zeichen: Hier unten ist auch alles in Ordnung!

Während das städtische Türmer-Horn aber 1,20m lang ist, sind Nachtwächter-Hörner traditionell kleiner und handlicher, schließlich muss der Kollege noch seine Laterne und seine Hellebarde mit auf die Tour nehmen.

Nun entdeckt man aber, wenn man erst einmal darauf achtet, hier noch ein Horn und dort noch ein Horn, und schließlich sind’s der Hörner mannigfaltige gar. Ich möchte in diesem Blog immer mal wieder einige Hörner vorstellen, die mir im Laufe der Zeit über den Weg liefen.

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Ode an die Feuerwehr

„Türmer*innen sind die sicht- und vor Allem hörbare Vertretung der Stadtoberen, die sogar des Nächtens noch pflichtbewusst und verlässlich für das Wohl der Bürger*innen Sorge tragen“ –

so lautet eine überlieferte Beschreibung aus Münster, Westfalen.

Türmer haben bekannterweise seit dem Mittelalter die Pflicht der Brand- und Gefahrenwacht, sie sollen gegebenenfalls frühzeitig warnen; „durch den Ruf „FEURIO!“, das Schlagen der Rats- und BRANDglocke und das Blasen des Alarmsignals.

Aber dann! Was passiert eigentlich dann? Wer löscht die Brände? Wie? Womit?

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Welcome to MS!

This goes out to all the readers in the non-German speaking areas of this little place called earth: no matter where you are or who you are, I appreciate the fact that you take your time and visit me virtually and read my words! Please consider paying my new hometown (home is where the heart is!) a real physically visit, too!

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Fabio Chigi a.k.a. Alexander VII.

Unter Münsters Nachtwächtern gibt es einen Kollegen namens Timm H., dem ich herzlich danke für den Einblick in das folgende Buch-Schätzchen:
Fabio Chigi: Gedichte zu seinem Aufenthalt in Münster von 1644-1649. Gesamtherstellung: Regensbergsche Buchdruckerei und Buchbinderei, Münster 1975. „Die Gedichte sind übertragen von Dr. theol. Hermann Bücker † und mit Genehmigung von Professor Dr. Prinz entnommen der Westf. Zeitschrift für Vaterländische Geschichte und Altertumskunde (108. Band).“

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