Turmstubenbücher Juli 2017

Zunächst der irritierendste Juli-Moment ever:

Beim Stadtfest Münster mittendrin gaukelte ein Schild vor, hinter der Türmer-Tür befände sich eine Wald-Capelle. Oder was bedeutet „WC“ …? #Lügenschild 

Nun denn, wohlan – im Juli füge ich also meinen Turmstubenbüchern zwei tolle Münsterbücher hinzu:

Ein Buch über den Hauptbahnhof – passend zur Eröffnung des hellen, sauberen, großen, niegelnagelneuen Hauptbahnhofs der Westfalenmetropole Münster; und ein Buch über schöne, nachdenkenswerte und auch tragische zwischenmenschliche Begegnungen eines Münsteraners!


1.) „Hauptbahnhof Münster (Westf) – Ein neuer Bahnhof für die Stadt“ von Wolfgang Fiegenbaum und Philipp Luy, VBN Verlag Bernd Neddermeyer GmbH in Kooperation mit DB Station&Service AG, Berlin 2017

Viele Fakten zur Historie des Bahnhofs, der seit 2014 umfassend modernisiert worden ist, und tolle Schwarz- Weiß-Bilder und großformatige Farbaufnahmen der erst kürzlich abgeschlossenen Umbauphase – unser Oberbürgermeister schreibt im Vorwort:

… ein Hauptbahnhof ist immer auch Herzstück einer Stadt: Er empfängt Ankömmlinge, ist stets Ort der Abreise und Verabschiedung und als Mobilitätsdrehscheibe und Verknüpfungspunkt öffentlicher Verkehrsmittel natürlich auch ein zentraler Ort für die Bürgerinnen und Bürger…

In diesem Sinne: WIR SIND BAHNHOF! 🙂

Es macht Spaß, die Geschichte der vielen Umbauten und Neubauten nachzuvollziehen – ergänzend empfehle ich diesen Artikel mit alten Ansichten:
Weichenstellungen, Henning Stoffers, in: MÜNSTER! Magazin Nr. 59, Juni 2017, S. 10 ff. bzw. auf seiner Homepage (Klick!) in epischer Form.


2.) „Komm, steh auf! Begegnungsgeschichten aus dem Alltag“ von Norbert Nientiedt, Ardey Verlag, Münster 2017

Der Autor, ein pensionierter Lehrer und Seelsorger, hat 52 Geschichten von verschiedenen Begegnungen aufgeschrieben – ganz persönliche, schöne oder auch traurige Momente der Zwischenmenschlichkeit. Ich war auf seiner Lesung und fand die Geschichten richtig gut – zum Beispiel über einen meiner Kollegen (alle Namen sind geändert):

Der heilige Paul von der Stadtverwaltung
… Der städtische Mitarbeiter Paul Meiering nimmt sich immer Zeit, bleibt freundlich und zugewandt und kennt sich bestens aus … Nun gibt es in Münster viele Menschen – und sicher nicht nur ältere Damen – die gerne einmal jemandem etwas erzählen möchten, da sie in ihrem persönlichen Umfeld niemanden mehr haben der noch bereit ist ihnen zuzuhören …

Es sind überwiegend Münstergeschichten, und jede*r Leser*in kann etwas Bekanntes, Vertrautes wiederentdecken.

Mein persönliches Highlight: Der heilige Kleimann, der dafür sorgte, dass die Menschen immer etwas Süßes und Leckeres zu essen hatten. Diesen Heiligen erfindet bei Norbert Nientiedt einfach mal eben ein privater Gästeführer, der nach den Heiligenfiguren am Westportal der St. Lambertikirche gefragt wird, aber nur Goethe und Schiller mit Sicherheit benennen kann.

Mehr zum Autor: auf dem Blog seines Sohnes (Klick!).


Allzeit fröhliches Lesen! Glückauf!

Noch mehr Münster-Momente für jeden Geschmack bei münsterBLOGs (Klick!).

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