Turmstuben-Bücher Juni 2014

Ein Blick in die Turmstuben-Bücher-Ecke: Juni 2014

Jürgen Kehrer: „Mord in Münster. Kriminalfälle aus fünf Jahrhunderten“, Verlag Waxmann Münster/New York 2000 (3)

Echte Mordfälle sind hier nacherzählt:

S. 9 (Vorwort):
Zwischen der ersten Geschichte aus dem Jahre 1588 und der letzten aus dem Jahr 1957 liegen fast vierhundert Jahre. So ist ‚Mord in Münster‘ auch eine kleine politische, juristische, Sitten- und Geistesgeschichte der Stadt Münster.

In Münster gibt es auch wunderbare Stadtführungen im Zeichen der historischen (und filmisch-fiktiven) Mordfälle – so ist dieses Buch auch eine gute Vor- und auch Nachbereitung zu einer Stadttour.
Der Autor Jürgen Kehrer ist übrigens der „Erfinder“ des beliebten Fernseh-Ermittlers Wilsberg, dessen Fälle allesamt in Münster spielen.


Heike Hänscheid und Ute Ribbert: „Türmer, Send und Höllenschnaps. Geschichten und Anekdoten aus Münster“, Wartberg Verlag Gudensberg-Gleichen 2007

In diesem Buch kann man die unglaubliche, aber wahre Geschichte des Sofas nachlesen, das hier und heute tatsächlich IMMER noch in der Turmstube auf St. Lamberti steht (siehe S. 56f.) …!

Außerdem ist es voll von kleinen und großen Begebenheiten aus unserer schönen Stadt – es kommen viele Zeitzeugen zu Wort – oder mit den Worten der Autorinnen gesprochen:

S. 4:
„Dieses Buch präsentiert Geschichten hinter der Geschichte.“

 


 

Tonke Dragt: „Die Türme des Februar“, Beltz & Gelberg Verlag 2003 (13) – (Original: „De torens von februari“ 1973)

Dieses Buch ist ein phantastisches Jugendbuch ab 12 Jahren – aber auch Erwachsene und solche, die es niemals werden wollen, können ihre wahre Freude an dem Werk haben.
Es geht um einen Jungen, der ohne zu wissen, wer er ist und wie er hier her kommt, an einem Strand mit zwei Türmen ist, er schreibt Tagebuch, er trifft ein Mädchen und einen alten Mann, es bleibt mysteriös und es geht immer um diese Türme…

„Ja, ich sah die Türme – weit weg und doch nicht allzu weit entfernt. Zwei hohe rechteckige Türme, der eine ein wenig näher als der andere. Große, rechteckige Steinblöcke, graugelb, fast leuchtend vor dem düsteren Himmel. „

Wegen der Turm-Thematik, die sich durch mein ganzes Leben zieht („Die Türme des Februar“ habe ich 1990 geradezu verschlungen!), empfehle ich als Türmerin dieses Werk, auch wenn es keinen Münster-Bezug hat 😉

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